Fallschirmjägerkameradschaft Ingolstadt


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Die Fallschirmspringerausbildung (automatik)

an der

Luftlande- und Lufttransportschule (LL/LTS) der Bundeswehr

in Altenstadt/Obb.

 

Insgesamt dauert der Fallschirmspringerlehrgang (automatik), der an der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr in Altenstadt durchgeführt wird, 3-4 Wochen, je nach Wetter. Zwei Wochen hiervon beansprucht die Bodenausbildung, die dem Soldaten das Verhalten im Flugzeug, das richtige Verlassen der Maschine, das Verhalten am Schirm und den sicheren Landefall vermitteln soll. Weil körperliche Fitness für den Dienst als Fallschirmjäger unerlässlich ist, bewegt man sich während des Lehrgangs in der Kaserne mitsamt aller Ausbildungsausrüstung meist nur im Laufschritt.

 

 

Im Folgenden sollen die einzelnen Ausbildungsschritte, die den Soldaten vom Nichtspringer zum Fallschirmjäger formen, dargestellt werden:

 

1. Einüben des Landefalls von einer ca. 1.5m hohen Plattform auf die Matte, trainieren der Bewegungen beim Abrollen in alle Richtungen.

 

2. Am "Hänger" wird der Soldat am Gurtzeug wie eine Matrionette aufgehängt und übt die Absprunghaltung, das Steuern des Schirms, sowie das Verhalten in Notfallsituationen wie Wasser-, Baum- oder Drahtlandung (Stromleitung).

 

3. Die "Atrappe", auch "Schuffelkiste" genannt, ist der Nachbau des Rumpfes einer C-160 Transall, dem Flugzeug, aus dem später in erster Linie gesprungen werden soll. Hier wird das Verhalten in der Maschine, die Vorbereitung auf den Absprung, sowie der Absprung selbst geübt.

 

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4. Am "Pendel" wird der Landefall in allen denkbaren Variationen geübt. Hierzu hängt man mit richtiger Körperhaltung pendelnd ca. 3m über dem Boden, bis man unangekündigt vom Ausbilder, der den Springer am Seil hält, fallen gelassen wird und aufschlägt...

 

5. Höhepunkt der Bodenausbildung ist der ca. 13m hohe Sprungturm. Der Soldat lernt hier,  in richtiger Absprunghaltung aus dem Flugzeug zu springen, sowie die Angst vor Absprung, Freiem Fall und Entfaltungsstoss zu verlieren. Außerdem übt er das Verhalten bei Versagen des Hauptschirms und einer Fehlentfaltung. Nach dem Sprung aus der Luke fällt der Springer nach ein paar Metern in die unelastischen Gurte und wird dann, an einer Seilbahn hängend, zur Seite weggerissen und landet zu dem Zeitpunkt auf dem Boden, wenn er im Ernstfall alle Handgriffe auch im Falle eines Schirmversagens bereits erledigt haben müsste. Der Sprungturm wird allgemein als das schwierigste Hindernis zum Springerschein angesehen, in der Tat gibt es hier die meisten Verweigerer, die sofort vom Lehrgang abgelöst werden. Denn wer hier verweigert, wird niemals Fallschirmjäger werden!

 

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Nach erfolgreichem Abschluss der Bodenausbildung, kommt der Tag, an dem der Springer mit seinem Lehrgang zum Fliegerhorst nach Penzing fährt, das Gurtzeug anlegt...

llstrans.jpg (22200 Byte)die Maschine besteigt, ...

 

 

 

 

 

 

 

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sich "ferig zum Sprung" macht, die Aufziehleine dem Absetzer übergibt und...

 

 

 

 

 

 

 

...bei Tempo 240 km/h in ca. 400m Höhe aus dem Flugzeug springt.

 

 

 

Glück ab!

 

 

 

 

Abgesetzt wird hierbei gleichzeitig an der linken und rechten Türe des Flugzeugs...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...so dass in zwei Abflügen jeweils zwei Sprungreihen, also insgesamt knapp 80 Mann abgesetzt werden,...

 

 

 

 

 

 

 

 

...die mit ca. 6-7m/s auf die Erde auf den Boden schweben,...

 

 

 

 

 

 

...nach absolvierten 5 Sprüngen, darunter einem Nacht- und einem Gepäcksprung, das begehrte Deutsche Fallschirmspringerabzeichen tragen dürfen und ab jetzt genau wie ihre Vorgänger sagen können: "Beim Bund gibt´s Männer und Nichtspringer..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste Stufe des Fallschirmsprungs ist der "Freie Fall":

Hierbei steigt der Fallschirmspringer bei ca. 4000m aus dem Flugzeug aus, wobei dieser nicht wie bei den Automatikspringern mit einer Aufziehleine mit dem Flugzeug verbunden ist. Der Freifaller lässt sich bis auf eine Höhe von ca. 1000m in stabiler Lage durchfallen und öffnet seinen lenkbaren Schirm selbst (manuell).